: Viel mehr Tote als bisher bekannt
Ärzte ohne Grenzen: 6.700 Rohingya in Birma in einem Monat getötet
6.700 muslimische Rohingya und damit viel mehr als die bisher vermuteten eintausend sind allein im ersten Monat der Militäroperation des birmesischen Militärs im westlichen Rakhine-Staat gezielt getötet worden. Das ergibt eine am Donnerstag veröffentliche Studie der Organisation Ärzte ohne Grenzen, die auf Befragungen Überlebender in Flüchtlingslagern in Bangladesch basiert. Die Studie liefert erste Anhaltspunkte, wie viele Menschen im Zuge des Konflikts ums Leben gekommen sein könnten, der über die Hälfte der Gesamtbevölkerung der staatenlosen Minderheit nach Bangladesch getrieben hat. „Erschütternd ist sowohl die Zahl der Menschen, die von getöteten Familienangehörigen berichten, als auch die grausame Art und Weise, wie diese getötet wurden“, sagt Sidney Wong von Ärzte ohne Grenzen. Menschen wurden erschossen, verbrannt und zu Tode geprügelt. Die Zahlen seien konservative Schätzungen. Verena Hölzl
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