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Verteilungskämpfe

Ein 19jähriger Albaner muß sich seit gestern wegen versuchten Totschlags vor einer Jugendkammer des Hamburger Landgerichts verantworten. Er soll am 16. Oktober 1994 im „Klub 88“ auf der Reeperbahn auf einen Landsmann geschossen haben. Bei der Schießerei wurde ein 21jähriger Albaner getötet, zwei seiner Landsleute und ein unbeteiligter Kneipengast wurden schwer verletzt. Die Medienberichterstattung machte daraus damals eine „Gesindel-vom-Balkan-macht- den-Kiez-unsicher“-Sensation. Als Hintergrund der Auseinandersetzungen werden Verteilungskämpfe unter Drogendealern angenommen, der Angeklagte machte jedoch noch keine Angaben zur Tat. Zu seiner Person gab er an, daß er mit 15 Jahren nach Deutschland gekommen sei, um sich hier eine Zukunft aufzubauen. Eine Lehre habe er abbrechen müssen, da sein Asylantrag abgelehnt worden war.

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