■ MAUERSCHÜTZEN: Verteidigung fordert Freispruch
Berlin (dpa) — Die Verteidigung hat auch im vierten Prozeß gegen DDR- Grenzsoldaten auf Freispruch plädiert. Seinen Mandanten treffe an den Todesschüssen auf den Flüchtling Silvio Proksch am ersten Weihnachtsfeiertag 1983 an der Berliner Mauer keine strafrechtliche Verantwortung, sagte der Verteidiger des 33jährigen Angeklagten am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht. Sein Handeln sei durch das DDR-Grenzgesetz gerechtfertigt gewesen, das nicht gegen „höherrangiges Recht“ verstoßen habe. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von 21 Monaten verlangt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen