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Vermieter will, daß »Krümel« sich verkrümelt

Neukölln. Ausgekrümelt! Dem »Krümelladen«, einem der »letzten selbstbestimmten Jugend- und Stadtteilprojekte Neuköllns« (Eigendarstellung) haben die Gewerbemieten zum 1.Juni endgültig den Garaus gemacht. 150 Prozent mehr Miete wollte der Vermieter zum Schluß haben, nachdem er monatelang versichert hatte, den Bestand des Treffpunkts in der Weserstraße sichern zu wollen. Die Betreiber des Ladens kämpften bis zum Schluß. Bis zum 4. Juni hielten sie den »autonomen Jugendladen« erfolgreich besetzt, dann ließen sie ihn — in völlig untypischer Besetzermanier — kurzfristig alleine. Der Rechtsanwalt des Vermieters nutzte seine Chance, stieg ein, wechselte die Schlösser aus und räumte den Laden. Ein anschließendes Gespräch blieb ohne Ergebnis. Die Betreiber des Jugendladens warten nun noch auf die Herausgabe ihres Mobiliars und fordern das Bezirksamt auf, ihnen Ersatzräume zur Verfügung zu stellen. »Im Moment fliegen alle möglichen Projekte aus ihren Läden raus«, so Michael Wendt, Neuköllns Jugendstadtrat (AL). Einem griechisch-deutschen sowie einem Drogenprojekt habe der Bezirk noch Räume vermitteln können — jetzt seien ihre Möglichkeiten erschöpft. »Es gibt keine Räume mehr.« Er hofft, daß dem Krümelladen anderweitig ein Fortbestand ermöglicht wird. jgo

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