: Vergiftete Brunnen
In den Proben von 44 Straßenbrunnen hat der Verein für Umweltchemie „B.A.U.C.H.“ chlorierte Kohlenwasserstoffe entdeckt. In zwei Straßenbrunnen war der Grenzwert der Trinkwasserverordnung überschritten. Das teilte der Verein gestern mit. Er hatte die Brunnen im Juni auf eigene Initiative untersucht und das Ergebnis daraufhin dem Senat mitgeteilt. Der Verein wies gestern daraufhin, daß seine Messungen sogar noch unvollständig waren, da bestimmte chlorierte Kohlenwasserstoffe, nämlich Vinylchlorid und Dichlorethylen, gar nicht erfaßt worden waren. Dennoch sei das Ergebnis „brisant“, da es eine „großflächige Belastung mit relativ niedrigen Konzentrationen“ belege. Wie berichtet, mußten vorige Woche fünf Kreuzberger Straßenbrunnen gesperrt werden, nachdem erstmals nach den giftigen Lösemitteln gefahndet worden war.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen