piwik no script img

Verfassungsreform

■ Union macht kleine Zugeständnisse

Bonn (AP) – Im Streit zwischen Bund und Ländern um die Verfassungsreform hat die Unionsfraktion Entgegenkommen signalisiert. Wenn die Länder bereit seien, auf die verlangten zusätzlichen Kompetenzen in der Bildungspolitik zu verzichten, sei eine Zustimmung der Unionsabgeordneten im Bundestag zu stärkeren Länderrechten bei der konkurrierenden Gesetzgebung denkbar, sagte der Fraktionsvorsitzende Schäuble gestern nach einer Sitzung des Fraktionsvorstandes.

Wegen des Streits um die Länderrechte hatte der Bundesrat am vergangenen Freitag die gesamte Reform des Grundgesetzes an den gemeinsamen Vermittlungsausschuß von Bundestag und Bundesrat verwiesen. Das Gremium wird am kommenden Donnerstag über dieses Thema beraten. Keine Annäherung zeichnet sich dagegen nach den Worten des Fraktionschefs beim Streit um die Einfügung von Minderheitenrechten in die Verfassung ab. „Wir werden dem nicht zustimmen“, sagte Schäuble zu dieser Forderung des Bundesrates. Die Aufnahme der Minderheitenrechte ins Grundgesetz war allerdings bislang überwiegend von den SPD-geführten Landesregierungen gestützt worden.

Nur noch 430 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen