■ Verfassung: Der Präsident rügt
Bonn (dpa) –Bundespräsident von Weizsäcker hat die Arbeit der Verfassungskommission kritisiert und sich erneut für mehr plebiszitäre Elemente im Grundgesetz ausgesprochen. Die Mehrheit der Kommission sei von vorneherein darauf bedacht gewesen, „möglichst wenig zur Debatte zu stellen und am liebsten gar nichts zu ändern“. In dem Gremium seien ohnehin Parteivertreter unter sich. Fragen wie die des § 218 seien gar nicht behandelt worden. Weizsäcker bestritt die These, die Weimarer Republik habe bewiesen, daß „plebiszitäre Elemente vom Teufel seien“. Es werde zu mehr Bürgerbeteiligung kommen.
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