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Vereint gegen die Mafia

■ Italien und Deutschland wollen den Kampf verstärken

Bonn (AP) — Deutschland und Italien haben eine engere Zusammenarbeit zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität vereinbart. Regelmäßige Treffen von Experten der Polizeibehörden und ein intensiverer Austausch von Verbindungsbeamten sollten dem gemeinsamen Vorgehen gegen Drogenhandel und Mafia dienen, sagte Bundesinnenminister Rudolf Seiters am Montag nach einem Treffen mit seinem italienischen Kollegen Nicola Mancino in Bonn.

„Wir wissen, daß die Mafia Deutschland als Rückzugs- und Ruheraum benutzt und zunehmend aktiver wird“, sagte Seiters. Nach den Worten Mancinos bot vor allem die Wende in Osteuropa den kriminellen Organisationen Italiens „neue Perspektiven“. Gerade im Hinblick auf den bevorstehenden europäischen Binnenmarkt sei deshalb eine Institutionalisierung der gemeinsamen Polizeiarbeit nötig, sagte der italienische Innenminister.

Mancino warnte, die Mafia setze vor allem „in den Ländern an, wo sie weiß, daß die entsprechende Gesetzgebung schwach ist“. Andere europäische Länder sollten deshalb dem Beispiel Italiens folgen, neben den Gesetzen gegen die allgemeine Kriminalität mit schärferen Sondergesetzen gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen, die sich in seinem Land an der Terrorismusbekämpfung orientierten.

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