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Verdacht durch Telefon

■ Prozeß wegen Totschlags der Freundin

Im Prozeß gegen einen des Totschlags an seiner schwangeren Freundin beschuldigten Chemiker hat gestern eine Kriminalbeamtin belastende Aussagen gemacht. Der Angeklagte habe seinem Rechtsanwalt in ihrer Gegenwart am Telefon erzählt, sagte die Kommissarin vor dem Landgericht, daß seine Freundin erschlagen worden sei. Zu diesem Zeitpunkt, kurz nachdem die Leiche in einem See bei Halle gefunden worden war, habe nicht einmal sie die Todesursache gekannt. Seit diesem Gespräch habe sie den Mann zum „Kreis der Verdächtigen“ gezählt.

Der 34jährige Naturwissenschaftler macht sich zwar für den Tod seiner Partnerin verantwortlich, schilderte aber eine Unfallversion. Nach einem Streit habe er die 30jährige in der gemeinsamen Friedenauer Wohnung geschubst, wodurch sie gestürzt sei. Danach habe er die Freundin, die er für tot hielt, in Panik zu dem Gewässer gefahren. dpa

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