■ VERNICHTENDE NIEDERLAGE DER SPD/DVU ALS FRAKTION IM STADTPARLAMENT: Bremer Wähler: Aus für Klaus!
Bremen (taz) — „Lieber Klaus“, warb die in Bremen unter Bürgermeister Klaus Wedemeier bisher regierende SPD. „Lieber nicht“, antworteten mit den Grünen die Bremer WählerInnen: Die SPD erlitt ein Debakel. Sie stürzte, so Hochrechnungen des ZDF, auf 38,3 Prozent ab. Der zweite Schock ist der Einzug der rechtsradikalen DVU als Fraktion ins Landesparlament: 6,6 Prozent. Die CDU gewannn 31,3 Prozent, Grüne und FDP blieben bei 11 bzw. 9,3 Prozent stabil. Wedemeier nannte das Ergebnis „eine Katastrophe“, aber auch „einen Auftrag zur Regierungsbildung: Ich werfe auf keinen Fall das Handtuch“. Koalitionsverhandlungen werden schwierig: Gibt es eine Ampelkoalition? SEITE 2
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen