Update zum Aboservice der taz : Niemand hatte die Absicht, eine Abosoftware zur Seitenwende einzuführen
Unsere Community ist unschlagbar – und seit neuestem gilt sie auch als leidensfähig. Denn unsere neue Abosoftware funktioniert noch nicht paradiesisch. Was ist der Stand?
Aus der taz | Mit den besten Kund:innen überhaupt arbeiten zu können, mit taz-Leser:innen, macht die Arbeit in der taz-Aboverwaltung eigentlich zu einem schönen Job.
Denn als Kund:innen sind taz-Leser:innen einfach unschlagbar. Sie sind fast immer ungemein freundlich bis herzlich. Sie sind zudem über die Maße engagiert, tolerant und von ausgesuchter Hilfsbereitschaft, selbst wenn es die taz mal verbockt.
In jüngster Zeit hat es die taz allerdings kräftig verbockt, weshalb eine Beschreibung der taz-Leser:innen um ein weiteres Adjektiv ergänzt werden muss: Sie sind leidensfähig. Was ist passiert?
Paradies zur Seitenwende
Mitte Oktober 2025 kamen zwei Dinge zusammen, die gemäß unserer Planung nicht hätten zusammenfallen sollen – die Seitenwende und die Einführung eines neuen Aboverwaltungsprogramms. Ursprünglich war der Plan, das neue System bis Sommer 2025 in Betrieb zu haben, damit wir kraftvoll in die Betreuung unserer Abonnent:innen während der Seitenwende gehen können.
Doch die Umstellung, die eher einer großen OP am offenen EDV-Herzen glich und bei der das über 30 Jahre alte „Abofix“ durch das modernere „Paradise“-System des Verlagsdienstleisters HUP ersetzt wurde, riss sämtliche Fristen.
Die Komplexität des Unterfangens überstieg all unsere Prognosen. In der Folge passierte, was wir unbedingt vermeiden wollten: Unsere Aboabteilung hatte plötzlich zwei Umstellungen auf einmal zu schaffen.
An sich ist unser kleines Aboteam extrem gut eingespielt und meistert den Alltag mit Zehntausenden Aboverträgen und unzähligen Kund:innen-Anliegen genauso virtuos wie elegant. Diesmal nicht.
Zahllose Seitenwende-Anfragen und die kaum weniger zahlreichen Startschwierigkeiten mit der neuen Abosoftware, trieben selbst unser Aboteam an die Grenzen seiner Möglichkeiten.
Die E-Mail-Posteingänge liefen voll, der Bearbeitungsrückstand wuchs so schnell wie Überforderung und Stress. Notfallmaßnahmen wurden ergriffen, Aushilfen gesucht und eine Abotaskforce mit tazler:innen aus dem ganzen Haus gegründet, um die Abokolleg:innen zu unterstützen.
Hoffnungsschimmer im Paradies
Nun, Anfang Januar, sind die Postfächer zwar immer noch recht voll, aber es keimt langsam Hoffnung auf, unseren Kund:innen zukünftig wieder den guten Service bieten zu können, den sie verdienen.
Allerdings, eine Sache lässt sich nur bedingt beeinflussen: Die Zeitungszusteller, egal ob private Dienstleister oder die Post, sind vielerorts aktuell sehr unzuverlässig. Umso wichtiger sind für uns die Ausfallmeldungen unserer Abonnent:innen.
Schreiben Sie uns also, trotz unserer Umstellungswirren, bitte immer, wenn Ihre gedruckte wochentaz nicht gekommen ist (taz.de/zustellung).
Nur wenn wir vom Ausfall wissen, können wir reklamieren und Besserung einfordern. Ein kleiner Trost: Dank Seitenwende-Umstellung und taz-App fällt die wochentaz inzwischen nicht mehr komplett aus, sondern ist nur einen Handgriff von ihrem Endgerät entfernt.
In ein paar Wochen gilt dies hoffentlich auch wieder für unseren Aboservice. Bis dahin gilt: Bleiben Sie bitte geduldig mit uns.