: Unwetter über Europa
Sturm fällte Plantane: 11 Konzertbesucher in Straßburg erschlagen. 5 Tote in Süddeutschland. Strom fiel aus
HAMBURG/STRASSBURG dpa ■ Verheerende Gewitterstürme sind am Wochenende über Europa hinweggezogen, haben mindestens 15 Menschen getötet und Sachschäden in Millionenhöhe angerichtet. Am schwersten traf es Straßburg, wo am Freitagabend bei einem Freiluftkonzert 11 Menschen von einer Platane erschlagen wurden. Der Baum stürzte auf ein Zelt, unter dem die Konzertbesucher Schutz vor dem Unwetter gesucht hatten. Stundenlang waren Hilfskräfte mit den Bergungsarbeiten beschäftigt. 41 Verletzte befinden sich noch im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft untersucht jetzt die Tragödie.
In Süddeutschland fielen dem Unwetter mindestens fünf Menschen zum Opfer. Auf dem Ammersee ging ein Katamaran mit vier Männern unter. Nur zwei konnten sich retten, ein dritter Mann ertrank. Helfer suchten gestern noch nach dem vierten Opfer. Auf dem Starnberger See wurde ein Mann vom Mast seiner Segeljacht erschlagen.
Im fränkischen Bad Alexandersbad kam bei einem Wolkenbruch ein Helfer des Technischen Hilfswerks ums Leben, als er mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn geriet und mit einem anderen Fahrzeug zusammenstieß. In Baden-Württemberg starb am Freitag ein Mann, als ein Ast die Windschutzscheibe seines Autos durchschlug.
In Oberbayern waren durch das Unwetter hunderttausende von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Böen wehten hier mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometer.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen