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Unterweger „gestört“

Graz (dpa) – Im Prozeß gegen den österreichischen „Knastautor“ Jack Unterweger wegen der Ermordung von elf Frauen hat ein psychiatrisches Gutachten dem Angeklagten gestern in Graz eine „tiefgreifende narzißtische Persönlichkeitsstörung“ bescheinigt. Unterweger (44), der seine Schuld in dem Verfahren beharrlich bestritten hatte, lebe diesen Defekt über den Sadismus aus, erläuterte ein Psychiater. Er befürwortete bei einem Schuldspruch die Einweisung des Angeklagten in eine Anstalt für abnorme Straftäter. Der Angeklagte nahm das Gutachten mit abwertenden Gesten auf.

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