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Unterm Strich

Der französische Meeresarchäologe Franck Goddio hat im Hafenbecken der ägyptischen Stadt Alexandria den seit 2.000 Jahren im Meer verborgenen Palast der legendären Königin Kleopatra gefunden. Darüber hinaus habe er Überreste des Timoniums, des Palastes und Heiligtums von Marcus Antonius, den königlichen Galeerenhafen sowie den Tempel von Poseidon aufgespürt, sagte Goddio auf einer internationalen Pressekonferenz am Sonntag in Alexandria. Der 49jährige Goddio ist Gründer des Europäischen Instituts für Meeresarchäologie in Paris. Begleitet von 16 Berufstauchern hat Goddio mehr als 1.000 Tauchgänge im Osthafen unternommen. Die Stadt war 331 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet worden. Ihre Blütezeit erlebte sie im ersten vorchristlichen Jahrhundert. Die letzte Königin der Dynastie der Ptolemäer war Kleopatra. Während ihrer Regierungszeit umfaßten die Palast- und Gartenanlagen knapp ein Drittel des gesamten Stadtgebietes. Die Pracht der Gebäude, der Luxus der Ausstattung galten in der Antike als Inbegriff von Reichtum und Macht. Alexandrias Niedergang begann mit der Eroberung durch die Truppen des römischen Herrschers Octavian am 1. August des Jahres 30 v. Chr. Zwei Tage später beging Kleopatra im Alter von 39 Jahren Selbstmord. Nach einem starken Erdbeben und der folgenden Flutwelle im 4. Jahrhundert versanken zahlreiche Tempel und Paläste im Wasser.

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