: „Unser Platz ist auf seiten des serbischen Volkes“
Am Wochenende haben Einheiten der jugoslawischen Armee nach Angaben der serbischen Opposition damit gedroht, in die politische Krise in Belgrad einzugreifen. Folgende Auszüge aus der Erklärung der Militärs veröffentlichte am Sonntag ein privater Fernsehsender in Niš: „Wenn es notwendig ist, werden wir uns an die Spitze des serbischen Volkes stellen ... Wir werden es nicht zulassen, daß Serbien in den Ruin getrieben wird. Unsere Flugzeuge, Panzer, Kanonen und Haubitzen werden nur gegen den Feind eingesetzt. Unser Platz ist auf seiten des Volkes ... Damit wir nicht vor der Geschichte, den kommenden Generationen und unseren Kindern Verantwortung auf uns laden, glaubt uns, daß wir entschieden folgende Positionen vertreten: 1. die Wahrheit zuerst, selbst wenn sie schwarz ist; 2. die Forderung nach einem menschenwürdigen Leben in einem freien und demokratischen Land, ohne irgendeinen Diktator; 3. auf daß Serbien neu geboren werde und sich einreiht in die Gruppe der Staaten, in denen es sich ehrenhaft, glücklich und zufrieden leben läßt. Wir brauchen keine Toten mehr.“ Dokumentation: AFP
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen