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Unruhen nach Mord an Israelin

Jerusalem (afp) — Nach der Ermordung einer 15jährigen Israelin durch einen Palästinenser ist es am Sonntag in Israel zu zahlreichen gewalttätigen Ausschreitungen der jüdischen Bevölkerung gegen Araber gekommen. In der Hafenstadt Bat Jam bei Tel Aviv wurde ein palästinensischer Kellner von mehreren dutzend Menschen aus einem Restaurant gezerrt und verprügelt. Entlang der Strecke Tel Aviv-Aschdod stachen Israelis auf einen jungen Palästinenser ein, ehe die Polizei eingreifen konnte. In der Industriezone von Bat Jam wurde ein Polizist schwer mit einer Eisenstange am Kopf verletzt, als er versuchte, eine Gruppe aufzulösen, die Lynchjustiz an Palästinensern begehen wollte.

Die junge Israelin war am Sonntag morgen von einem Palästinenser in Bat Jam mit einem Messer erstochen worden, wie der israelische Armeehörfunk berichtete. Der 19jährige Täter wurde kurze Zeit später von einem Taxifahrer gestoppt, so daß die Polizei den Täter festnehmen konnte. An der Stelle des Attentats versammelten sich später Hunderte von Demonstranten.

Bei einem Gefecht im Gaza-Streifen wurden in der Nacht zum Sonntag ein israelischer Grenzsoldat und drei Palästinenser getötet, wie übereinstimmend aus israelischen und palästinensischen Quellen verlautete. Ein weiterer israelischer Soldat wurde bei der Auseinandersetzung verletzt, zwei Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee festgenommen. Zu dem Gefecht in der Ortschaft Gaza war es gekommen, als israelische Soldaten in ein Gebäude eindringen wollten, in dem sich fünf Mitglieder der islamischen Widerstandsbewegung Hamas aufhielten.

Durch diesen Vorfall ist die Zahl der getöteten israelischen Soldaten seit Beginn des palästinensischen Aufstands im Dezember 1987 nach Angaben der israelischen Armee auf insgesamt 14 gestiegen. Im selben Zeitraum wurden nach einer 'afp‘- Bilanz insgesamt 905 Palästinenser durch Schüsse israelischer Soldaten getötet.

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