: Uni-Streik: gleich oder später
■ Amtierender ASTA will Urabstimmung und Streik Ende Januar / Ungeduldige StudentInnen wollen Streik ab sofort / SR-Wahlen bestätigen ASTA aus „Organisierten“
Bis jetzt kein Hochschulstreik in Bremen. Nicht einmal zu einer Demonstration hat es gereicht, die Studentenrats- bzw. ASTAwahlen hätten, so Thomas Schlingmann (Juso-HSG) „zuviel Kapazitäten“ weggenommen. So setzte der noch amtierende ASTA für Donnerstag ein Plenum mit Interessierten an, Vorschlag: Mobilisierung für einen Streik Ende Januar, vorausgesetzt eine Urabstimmung brächte dann eine Mehrheit dafür.
Zwischen 50 und 100 StudentInnen des Interessiertenplenums fanden die lange Frist lächerlich.
Sie wollen den Streik sofort und zur Vorbereitung ein Aktionsplenum heutemorgen, Freitag'um 11 Uhr im Kongreßsaal der Universität. Sie zogen am Donnerstagnachmittag durch 10 bis 12 Veranstaltungen, mit der Aufforderung, „solidarisieren, mitmarschieren“ - die Veranstaltungen zu verlassen, mitzuziehen und in weiteren Veranstaltungen für den Streik zu werben. Die Reaktionen waren unterschiedlich, fürs Mitmarschieren entschieden sich ca. Zweihundert.
Von 12.000 StudentInnen wählten 2000 (knapp 17 %) den
neuen Studentenrat, aus dem sich im Januar der neue AStA konstituiert. Das Ergebnis ist so, daß das 'organisierte Lager‘ mit MSB-Tuwas (4 Sitze), SHB-Afa (5), Juso Hochschulgruppen (2), Ausländerliste ISLI (3) und Kunst-und Sport-KUSS (2) eine Mehrheit hätte. Der erstmals kandidierende RCDS (1 Sitz) und die ebenfalls rechte „Geier„liste (1) werden deshalb nicht mehr Zünglein an der Waage spielen. Deshalb wird niemand mehr vom Finanzdebakel -AAL als Mehrheitsbeschaffer, wie im Augenblick, nötig sein.
U.S.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen