: Ungeschickte Täuschung
Ärger mit dem Kleingedruckten hatte offensichtlich das KaDeWe. Die Gretchenfrage lautete wohl: wird es nun gelesen oder nicht? Vorsichthalber wurden drei Buchstaben auf einer Teepackung der Marke ROOITEA durchgestrichen: nämlich die verräterische Vorsilbe „Süd“ vor „afrikanisch“. So jedenfalls war es auf einem Schnipsel zu lesen, der der taz anonym mit dem handschriftlichen Zusatz: „Im KaDeWe am 29.3.89 gekauft!“ zugesandt worden war. Auf taz-Nachfrage machte sich Kadewe-Mitarbeiter Nimzyk auf die Socken, um die Regale in der noblen Freßetage nach dem corpus delicti zu durchsuchen. Eine halbe Stunde später verkündete er erleichtert: „Diesen Tee führen wir nicht mehr.“ Außerdem würde das Kadewe keine Produkte aus Südafrika führen, beteuerte Nymzik. Nur noch aus Südafrika?
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen