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Und wieder marschieren die Friedensfreunde zu Ostern

Berlin. Die Ereignisse und Folgen des Golfkrieges haben auf dem diesjährigen Berliner Ostermarsch am 1.April starkes Gewicht. Der Ostermarschaufruf 1991 unter dem Motto »Jeder Krieg ist ein Verbrechen« fordert unter anderem eine Friedenskonferenz und den Abzug »aller fremden Truppen aus allen Ländern« in Nahost. Gleichzeitig fordern die Organisatoren — »Friedenskoordination« und »Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär« — statt »Kriegssteuern und Militärausgaben eine aktive Arbeitsmarkt- und Umweltpolitik«. Sie sprechen sich auch gegen eine eventuelle Grundgesetzänderung aus, die deutschen Truppen in Verteidigungsfällen den Einsatz als UNO- Mission ermöglicht.

Redner auf der von politischen Verbänden, Studentengruppen, christlichen Vereinigungen und Gewerkschaften unterstützten Friedensdemonstration sind unter anderem der Berliner Generalsuperintendent Günter Kruschge und der Präsident des Arbeitslosenverbandes Deutschlands, Klaus Grehn. Der Osterzug sammelt sich um 13.30 Uhr auf dem Winterfeldtplatz, um über den Platz der Luftbrücke, den Moritzplatz und die Heinrich-Heine- Straße zum Lustgarten in Berlin- Mitte zu ziehen. Gegen 16 Uhr ist eine Abschlußkundgebung vorgesehen. dpa

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