: Und schnell noch zwei Schutzgebiete
USA Präsident Obama erklärt zwei Wüstengebiete zu Nationaldenkmälern. Die Republikaner ärgert es
ap | US-Präsident Barack Obama hat wenige Wochen vor dem Ende seiner Regierungszeit weitere Naturschutzmaßnahmen ergriffen. Seit Mittwoch gelten zwei große Regionen in den Staaten Utah und Nevada als Nationaldenkmäler. Damit folgte Obamas Regierung Aufrufen von Ureinwohnern, die in den Gebieten heiligen Boden sehen und um Ausgrabungsstätten fürchten.
Obama gilt nun als der US-Präsident, der die meisten Naturschutzgebiete geschaffen hat. Umwelt- und Klimaschützer begrüßen das, sie befürchten, dass der neue Präsident Donald Trump umweltzerstörende Energieprojekte wie Fracking und Ölbohrungen vorantreiben wird. Es ist nicht sicher, dass die neuen Schutzgebiete Bestand haben werden. Aber es ist ein Versuch. In den letzten Wochen hatte Obama schon neue Bergbaulizenzen in der Nähe des Yellowstone-Nationalparks blockiert und weite Teile der Arktis für Ölbohrungen gesperrt.
Das Schutzgebiet Bears Ears in Utah umfasst eine Fläche von rund 5.500 Quadratkilometern in der Region Four Corners, hieß es aus dem Weißen Haus. Dort befinden sich Schätzungen zufolge 100.000 archäologische Stätten, darunter altertümliche Felsenbehausungen. In Nevada geht es um die 1.214 Quadratkilometer große Gegend Gold Butte nahe Las Vegas, ein ökologisch anfälliges Areal, in dessen Nähe sich der Rancher Cliven Bundy im Jahr 2014 eine bewaffnete Auseinandersetzung mit Regierungsbeamten lieferte. In dem Naturraum gibt es Felsenkunst, Artefakte, seltene Fossile und Dinosaurierspuren.
Das Weiße Haus und Umweltschützer argumentierten, dass beide Regionen von Plünderungen und Vandalismus bedroht gewesen seien. „Die heutigen Schritte werden dazu beitragen, dieses kulturelle Vermächtnis zu schützen und sicherzustellen, dass künftige Generationen diese pittoresken und historischen Landschaften genießen können“, so Obama.
Republikaner in Utah erklärten, dass sie gegen den neuen Status vorgehen wollen: „Dieser arrogante Akt dieser lahmen Ente von einem Präsidenten wird nicht bestehen bleiben“, twitterte Senator Mike Lee. Der Generalstaatsanwalt von Utah kündigte zudem eine Klage an.
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