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„Und das Allerschlimmste: Die Bayern sind nicht mehr so arrogant“

Lukas Wallraff

Oh, wie war das schön, so was hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön, ja, ja, ja … Jetzt ist aber auch mal wieder gut! Hiermit endet die Presseschau zum Champions-League-Spiel des FC Bayern in Paris. Die Münchner verloren zwar 4:5, gewannen aber viele Herzen, die vorher nicht für sie geschlagen hatten – um es milde auszudrücken.

Lukas Wallraff ist taz-eins-Redakteur, taz-Torwart und Club-Fan.

In Nürnberg etwa gibt es für die örtlichen Fußballfans nur selten viel zu lachen, weshalb sich die Menschen früher vor Schadenfreude weinend in den Armen lagen, wenn der FC Bayern im Europacup verlor. Doch der Europacup ist genauso verschwunden wie der tiefe Hass auf die reichen, arroganten Bayern. Jedenfalls, wenn sie jetzt gegen noch reichere Teams wie Paris Saint-Katar spielen: gut und sogar schön. Aber eigentlich noch schlimmer.

Durch die Einnahmen aus ihren unbestreitbar tollen Spielen dominieren die Bayern die Bundesliga so brutal wie nie. Und das Allerschlimmste: Sie sind dabei nicht mehr so arrogant wie früher! Netten Spielern wie Mu­sia­la, Laimer oder Tah und dem klugen Trainer Kompany kann man nur alles Gute wünschen. Aber bitte bald bei einem anderen Verein, damit sich der unschlagbare Dauermeister wenigstens wieder guten Gewissens hassen lässt!