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Unakademisches Viertel

Bonn (AP) – Die Zahl der Studienabbrecher nimmt immer mehr zu. Das geht aus einer bisher unveröffentlichten Studie des Bonner Wissenschaftsministeriums hervor. Danach bricht jeder vierte Studierende in Deutschland die Ausbildung ab.

Jährlich verlassen der Studie zufolge knapp 60.000 junge Menschen in Ost und West – davon mehr Frauen – die Hochschule ohne Abschluß. Das sind viermal mehr als noch vor 20 Jahren. Als häufigstes Motiv sei dabei die Distanz zu Inhalten und Zielen der Lehre genannt worden. Auch berufliche Gründe sowie die Situation auf dem Arbeitsmarkt spielten bei der Entscheidung eine große Rolle. So nehme etwa ein Fünftel der vorzeitig Exmatrikulierten konkrete Jobofferten an, weil sie fürchteten, nach dem Examen keine Angebote mehr zu bekommen.

Die Autoren der Studie wenden sich aber gegen die weitverbreitete Meinung, Studienabbrecher seien Leistungsversager. Arbeitslos seien weniger als ein Zehntel der Befragten.

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