piwik no script img

Umschichten statt sparen

■ betr.: "Sparen bei den Ärmsten" (Bonn zahlt weniger Entwicklungshilfe), taz vom 27.7.93

betr.: „Sparen bei den Ärmsten“ (Bonn zahlt weniger Entwicklungshilfe), taz vom 27.7.93

[...] Gleich im ersten Satz Ihrer Meldung haben Sie – gewollt oder ungewollt – aus der Meldung von dpa, eine Reihe von Entwicklungsländern werde mit geringerer Hilfe rechnen müssen, die Aussage gemacht: „Entwicklungsländer erhalten 1994 weniger Hilfe aus Deutschland.“ Diese Aussage ist so ebensowenig richtig wie die Ausführungen in den Überschriften: Wenn umgeschichtet werden muß, so bedeutet dies noch nicht, daß die Entwicklungsländer in der Summe weniger Hilfe bekommen. Wenn, wie jetzt, umgeschichtet wird zugunsten des Europäischen Entwicklungsfonds, der Internationalen Entwicklungsorganisation der Weltbank (IDA) und der Globalen Umweltfazilität, so kommen diese Mittel in erster Linie den ärmeren Entwicklungsländern sowie dem weltweiten Umweltschutz zugute.

Von „Sparen bei den Ärmsten“ also keine Rede. Wolfgang Kanera,

Pressesprecher des Bundesmini-

steriums für wirtschaftliche Zu-

sammenarbeit und Entwicklung.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen