Umgang mit Geflüchteten: „Pushback“ wird Unwort des Jahres
Mit dem Ausdruck werde ein „menschenfeindlicher Prozess“ beschönigt, so die Jury. Der Begriff bezeichnet das Zurückdrängen Geflüchteter an der Grenze.
![menschen protestieren, eine Frau hält ein Plakat mit der Aufschrift " Stop Pushbacks" hoch menschen protestieren, eine Frau hält ein Plakat mit der Aufschrift " Stop Pushbacks" hoch](https://taz.de/picture/5329509/14/Unwort-1.jpeg)
Auf Platz zwei der „Unwörter“ setzte die Jury den Begriff „Sprachpolizei“. Damit würden Personen diffamiert, die sich unter anderem für einen angemessenen, gerechteren und nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch einsetzten.
Die Jury wählte das „Unwort“ aus zahlreichen Vorschlägen aus, die Interessierte bis zum 31. Dezember eingereicht hatten. Insgesamt gab es rund 1300 Einsendungen mit 454 unterschiedlichen Begriffen, von denen knapp 45 den Kriterien entsprachen.
Die „Unwörter“ der Vorjahre waren in Darmstadt präsentiert worden. Für 2020 fiel die Wahl auf zwei Begriffe: „Rückführungspatenschaften“ und „Corona-Diktatur“. Mit einem Wechsel bei der Jury zog die Bekanntgabe nun an die Uni Marburg um.
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