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Übungsgranate auf Asylanten

Offiziere des Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel-Holtenau haben nach Erkenntnissen der Marineführung in der Nacht vom 9. auf den 10. November eine Übungshandgranate auf das Gelände einer Unterkunft von Asylbewerbern in Kiel geworfen. „Weil es eine Übungshandgranate war, ist wohl keinem Bewohner etwas passiert“, sagte der FDP-Abgeordnete Jürgen Koppelin nach einer Sitzung des Bonner Verteidigungsausschusses.

Koppelin sagte, es habe sich nach diesen Angaben um drei Offiziere und einen Offiziersanwärter gehandelt. Die vermutlich angetrunkenen Soldaten hätten gegen Mitternacht den Sprengkörper über den Zaun des Kasernenbereichs auf das Gelände des Asylbewerberheims geschleudert. In dem Gebäude leben 70 Menschen, die meisten kommen aus Somalia.

Koppelin kritisierte die schleppende Ermittlung durch den stellvertretenden Kommodore des Geschwaders, der den Fall „wie einen normalen Vorgang“ behandelt habe. dpa

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