: Überraschung
■ Asylbewerber bald in zentralen Lagern?
Stuttgart (ap) — Der saarländische Innenminister Friedel Läpple (SPD) hat vorgeschlagen, Asylbewerbern keine Sozialhilfe mehr zu zahlen, sie in zentralen Lagern unterzubringen und ihnen ein Taschengeld zu geben. Nach Presseberichten sagte Läpple, „politisch Verfolgte müssen auch in Zukunft einen Zufluchtsort haben“. Die Armutswanderung könne mit Streichung der Sozialhilfe zwar nicht auf Anhieb gestoppt werden, doch würden „osteuropäische Asylbewerber dann sicherlich abwägen, ob sie nicht lieber die Lebensbedingungen in ihrem Land hinnehmen, oder aber akzeptieren, hier in Zentrallagern untergebracht zu werden, ohne Sozialhilfe“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen