: Über Röm nach Sylt
■ Fähren sind billiger als die Züge über den Hindenburgdamm
Der Umweg über Dänemark ist für Urlauber der billigste Weg, um nach Sylt zu kommen. Schon deshalb setzen viele Touristen mit Fährschiffen von der dänischen Nachbarinsel Röm aus über. Aber im Vergleich zur Hauptroute mit der Bahn über den Hindenburgdamm stellt der Seeweg keine ernsthafte Konkurrenz dar. Im Gegenteil: Seit zwei Jahrzehnten sind die Röm-Sylt-Linie GmbH und die heutige DB AutoZug GmbH sogar partnerschaftlich verbunden. Sie bieten gemeinsam ein Kombi-Ticket an, das beide Verkehrswege verkoppelt. Sylt-Besucher können damit zum Beispiel für 98 Mark über Dänemark mit der Fähre die Insel erreichen und sie am selben Tag mit dem Autozug verlassen oder umgekehrt.
Die Fähren „Westerland“ und „Vikingland“ befördern jährlich fast 800.000 Menschen und rund 90.000 Fahrzeuge, die Züge hingegen bringen trotz ihres höheren Fahrpreises 1,75 Millionen Fahrzeuge mit fünf Millionen Passagieren nach Sylt. Der Umweg über Dänemark ist gut 50 Straßenkilometer länger als der zur Autoverladestation im nordfriesischen Niebüll. Viele Urlauber schätzen dabei die Gelegenheit, auch Sylts Nachbarinsel Röm kennenzulernen, die mit ihren Dünen und dem breiten Strand zwar ebenfalls ein Touristenmagnet ist, aber als ruhiger und weniger mondän gilt.
Die Fähren verkehren täglich bis zu 13 Mal je Richtung. Die Preise bewegen sich zwischen 94 Mark pro Pkw für Hin- und Rückfahrt und 400 Mark für ein Wohnmobil. Fußpassagiere zahlen acht Mark für Hin- und Rückweg, ein Fahrrad kostet zusätzlich acht Mark. (Vorausbuchung wird in der Hochsaison empfohlen: Tel. 04651 / 87 04 75.) Friedhelm Caspari
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