: Über 1.000 in den Irak verschleppte Kuwaiter kehren zurück
Kuwait-Grenze (afp) — Mehr als 1.100 Kuwaiter, die in den letzten Kriegswochen von der irakischen Armee gefangen genommen worden waren, sind am Freitag nach Kuwait zurückgekehrt.
Sie seien unverletzt gewesen, aber unterkühlt, hungrig und wütend darüber, daß sie so lange auf ihre Rückkehr warten mußten, berichtete der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Thomas Pizer. Das IKRK habe sie um acht Uhr morgens auf der Straße südlich von Basra in Empfang genommen, nachdem sie in irakischen Lastwagen in der Nacht zur Grenze gebracht worden seien.
„Sie haben an die Tür geklopft und gesagt, sie wollten mir nur ein paar Fragen auf der Polizeiwache stellen“, beschrieb Ali, ein 27jähriger britischer Ingenieur, seine Festnahme durch die Iraker. Er und die anderen seien in irakischen Militärbaracken nördlich von Basra festgehalten worden. Die Räume seien nicht groß genug gewesen, daß alle dort gleichzeitig hätten schlafen können, sagte er. „Wir wurden nicht geschlagen, aber wir bekamen nur 250 Liter Wasser täglich für 180 Menschen zu trinken und lediglich alte Brotkrusten zu essen.“
Kuwait geht davon aus, daß die Iraker während der Besetzung Kuwaits insgesamt 30.000 Kuwaiter entführt haben.
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