: Über 1.000 Luftangriffe in einer Woche
Russland zerstört die Energie- und Wasserversorgung der Bevölkerung in der Ukraine weiter massiv
Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. „Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen“, teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa.
„Allein in dieser Woche wurden mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt“, so Selenskyj. „Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme.“ Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hieß es in einem Video. Selenskyj warf Russland einmal mehr auch vor, den diplomatischen Prozess für eine Beendigung des Krieges gezielt hinauszuzögern.
Russland versucht in den eisigen Wintermonaten verstärkt, die ukrainische Zivilbevölkerung von Wärme und fließendem Wasser abzuschneiden, um so den Widerstandswillen gegen die Invasion zu brechen. Die Nachttemperaturen in der Ukraine sind auf bis zu minus 18 Grad gefallen.
Nach ukrainischen Gegenangriffen in russischen Regionen sowie russisch besetzten Teilen der Ukraine kämpfen auch da Einsatzkräfte gegen Stromausfälle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern und Schäden machte das Ministerium wie in den meisten Fällen keine Angaben. Schäden und Opferzahlen auf russischer Seite sind deutlich geringer als auf ukrainischem Gebiet.
Die Behörden in der russischen Kaukasusregion Nordossetien meldeten drei Verletzte nach einem ukrainischen Drohnenangriff. (dpa, afp)
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