: UdSSR überdenkt Finnlandkrieg
Moskau (afp) - Der finnisch-sowjetische Krieg vom Winter 1939/40 hat der Sowjetunion „weder militärischen Ruhm, noch internationale Anerkennung“ gebracht, schrieb die sowjetische Armeezeitung 'Krasnaja Svesda‘ (Roter Stern) am Mittwoch, dem 50. Jahrestag des Kriegsbeginns. Die Annahme, Finnland innerhalb weniger Wochen besiegen zu können, habe sich als Irrtum erwiesen, die Rote Armee höhere Verluste erlitten als der Gegner und das „internationale Ansehen der Sowjetunion hat darunter gelitten“, schreibt das Blatt weiter. Die „Schwäche“ der sowjetischen Truppen habe Hitler dazu bewegt, seine Invasionspläne gegen die Sowjetunion zu beschleunigen. Die Armeezeitung erinnert zudem daran, daß die UdSSR 1939 als Aggressor international geächtet und aus dem Völkerbund ausgeschlossen wurde. Offene Kritik übte die Zeitschrift 'Moskau News‘. In ihrer neuesten Ausgabe heißt es: „Sagen wir es offen. Es war ein gerechter Krieg für Finnland und ein ungerechter für die Sowjetunion“.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen