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US-Truppen nach Haiti?

■ Neuer Plan für Aristides Rückkehr

Washington/Port-au-Prince (wps/AFP) – Der im September 1991 vom Militär gestürzte Präsident Haitis, Jean-Bertrand Aristide, hat nach US-Presseberichten einem von der UNO vermittelten Plan zu seiner Rückkehr zugestimmt. Aristide habe sich bereiterklärt, den Putschisten bei einer Rückkehr Amnestie für „politische“ Straftaten zu gewähren, hieß es. Wenn das Parlament Haitis die Amnestie auf „kriminelle“ Straftaten wie „Diebstahl“ ausweiten wolle, werde er sich dem nicht entgegenstellen. UNO-Vermittler Dante Caputo hatte in den letzten Wochen intensive Verhandlungen mit den haitianischen Machthabern geführt.

Aristides Zustimmung, nachdem er eine Amnestie immer abgelehnt hatte, kam nach einer Ankündigung der US-Administration, eine neue haitianische Regierung militärisch zu unterstützen. Bis zu 100 US-Soldaten sollten nach Aristides Rückkehr als „beruhigende“ humanitäre Maßnahme in dem Karibikstaat stationiert werden. „Wir wollen, daß sie (Haitis Armee) wissen, daß wir mit ihnen arbeiten, wenn sie Teil der Lösung werden, aber nicht, wenn sie Banden auf die Straße schicken“, sagte ein US-Beamter. Strategen im Verteidigungsministerium betonten, es sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden. „Die Pläne stehen, aber es wartet noch niemand auf der Startbahn“, sagte ein Militärbeamter.

Haitis gegenwärtiger Ministerpräsident Marc Bazin schlug unterdessen in Port-au-Prince die Rückkehr Aristides als Präsident einer Regierung der „Nationalen Einheit“ in Haiti vor. Aristide müsse eine uneingeschränkte Generalamnestie verkünden.

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