■ UNO: Keine Sicherheit in Ruanda: Banditentum und Racheakte
Genf/Kigali (dpa/AFP) – Andauernde Unsicherheit auch nach der Machtübernahme durch die Ruandische Patriotische Front (RPF) hat UNO-Sonderberichterstatter Rene Degni-Segui gestern in einem Ruanda-Bericht beklagt. In den Städten seien Raub und Banditenüberfälle an der Tagesordnung, ebenso illegale Hausbesetzungen durch rückkehrende Exilruander und Racheakte. Es gebe Hinweise auf Massenhinrichtungen. Auch die Milizen der früheren Regierung seien vereinzelt noch aktiv, ebenso der für Mordaufrufe bekanntgewordene Radiosender „Mille Collines“.
Degni-Segui begrüßte Versprechen der Regierung, Übergriffe durch RPF-Soldaten streng zu ahnden. Nach Angaben von Staatschef Pasteur Bizimungu sollen 60 RPF-Mitglieder wegen Racheakten vor Gericht gestellt werden. Bizimungu übergab der UNO auch eine Liste mit 60 mutmaßlichen Kriegsverbrechern der alten Regierung, die ins Ausland geflohen sind.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen