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■ UNO: Keine Sicherheit in RuandaBanditentum und Racheakte

Genf/Kigali (dpa/AFP) – Andauernde Unsicherheit auch nach der Machtübernahme durch die Ruandische Patriotische Front (RPF) hat UNO-Sonderberichterstatter Rene Degni-Segui gestern in einem Ruanda-Bericht beklagt. In den Städten seien Raub und Banditenüberfälle an der Tagesordnung, ebenso illegale Hausbesetzungen durch rückkehrende Exilruander und Racheakte. Es gebe Hinweise auf Massenhinrichtungen. Auch die Milizen der früheren Regierung seien vereinzelt noch aktiv, ebenso der für Mordaufrufe bekanntgewordene Radiosender „Mille Collines“.

Degni-Segui begrüßte Versprechen der Regierung, Übergriffe durch RPF-Soldaten streng zu ahnden. Nach Angaben von Staatschef Pasteur Bizimungu sollen 60 RPF-Mitglieder wegen Racheakten vor Gericht gestellt werden. Bizimungu übergab der UNO auch eine Liste mit 60 mutmaßlichen Kriegsverbrechern der alten Regierung, die ins Ausland geflohen sind.

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