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UNO-Beamter in Nairobi erschossen

Nairobi (dpa) — Kriminalität und Unsicherheit nehmen in Kenia immer mehr zu. So wurde vor kurzem ein Beamter der Vereinten Nationen in Nairobi von Gangstern auf offener Straße erschossen. Wie die Zeitung Daily Nation gestern berichtete, wurde der aus Israel stammende UNO-Mitarbeiter überfallen, als er mit seiner Frau in der Nähe des Nationalmuseums einkaufen ging. Die Attentäter töteten den Beamten durch einen Kopfschuß, als dieser einen Augenblick zögerte, seine Autoschlüssel herauszugeben.

Ein Kollege von ihm gab nach dem Überfall an, die Unsicherheit in Kenia nehme von Tag zu Tag zu. „Wir haben der kenianischen Regierung und der UNO-Zentrale in New York bereits unzählige Zwischenfälle gemeldet.“ Seit im Nachbarland Somalia jede staatliche Ordnung zusammenbrach und von dort fast ungehindert Waffen eingeschmuggelt werden können, ist die Kriminalität in Kenia drastisch angestiegen.

Wegen der steigenden Zahl von Überfällen entschied sich auch die Hilfsorganisation Médecins sans frontières (Ärzte ohne Grenzen), ihr gesamtes medizinisches Personal aus den Flüchtlingslagern im Nordosten Kenias abzuziehen. Konkret begründeten die Organisation ihren Abzug damit, daß Lebensmittellieferungen, die für hungernde Kinder bestimmt waren, von Banditen geplündert worden seien. Auch ihre Helfer würden immer häufer überfallen. Die Ärzte wollen die Arbeit in den Flüchtlingslagern erst dann wieder aufnehmen, wenn mehr für die Sicherheit getan werde.

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