: UN-Team fliegt nach Somalia
Berlin (taz) — Ein UNO-Team ist am Donnerstag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eingetroffen, um die Möglichkeiten für die Stationierung von 500 bewaffneten Blauhelm-Soldaten zu sondieren. Das Team wurde von jubelnden Hauptstadtbewohnern mit Freudenschüssen aus Maschinengewehren empfangen. In ersten Gesprächen mit den beiden bewaffneten Organisationen, die sich um die Kontrolle Mogadischus streiten — die „Interimsregierung“ von Ali Mahdi und der „Vereinigte Somalische Kongreß“ von General Farah Aidid — wurde die Möglichkeit einer Luftbrücke ins somalische Landesinnere und eines „Waffen-gegen-Lebensmittel“-Verteilungsprogramms für Hilfsgüter erörtert. Die Regierung Kanadas erklärte ihre Bereitschaft, 500 Soldaten als Blauhelme nach Somalia zu schicken.
Unterdessen dementierte ein Beamter des UN-Nahrungsmittelprogramms WFP Berichte, daß die UNO ihre Lebensmittellieferungen nach Mogadischu für einen Monat ausgesetzt habe, als „völligen Blödsinn“. Zwei UN-gecharterte Schiffe mit 13.000 Tonnen Lebensmitteln würden am Sonntag in Mogadischu einlaufen.
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