: UN-Mandat verlängert
■ Kroatien siegte im Streit um den Namen der Blauhelme / Serbische Kritik
New York/Zagreb (AP) – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat der UN- Truppen in Kroatien, Bosnien und Makedonien bis November verlängert. Zugleich stimmte das Gremium in New York einem neuen Namen für die Truppe in Kroatien zu und reduzierte die Zahl der dort stationierten Blauhelme um 4.000 auf 8.000.
Im Falle Kroatiens stimmten die UN der Forderung der Regierung in Zagreb zu, der Bezeichnung der Friedenstruppe in der früheren jugoslawischen Republik den Landesnamen hinzuzufügen. Damit wurde der sonst fällige Abzug der Friedenssoldaten und ein möglicher neuer Krieg in letzter Minute verhindert. Die Truppe heißt künftig „United Nations Confidence Restoration Operation in Croatia“, abgekürzt Uncro. Der kroatische Außenminister Mate Granić äußerte sich am Wochenende befriedigt über die Neuregelung. In der serbischen Hauptstadt Belgrad kritisierte dagegen der nationalistische Politiker Vojislav Seselj, daß die Resolution mit der Namensgebung die Rechte der in der Krajina lebenden serbischen Bevölkerung verletze. Die Krajina sei nicht kroatisch und werde es nie werden, sagte Seselj.
Der Sicherheitsrat verabschiedete insgesamt drei Resolutionen, welche die bisherige Friedensmission im ehemaligen Jugoslawien (Unprofor) in drei Kontingente aufteilen: eine Friedenstruppe für Kroatien und die im wesentlichen unveränderten Missionen in Bosnien-Herzegowina (Unprofor) und Makedonien (UNPDF). Von den Soldaten der Uncro sollen 1.000 an den Außengrenzen Kroatiens und die übrigen in der Krajina stationiert werden.
Nach der UN-Resolution haben die Uncro-Soldaten den Auftrag, die Grenzen zu überwachen. Die Resolution verleiht den Blauhelmen nicht das Recht, Gewalt anzuwenden, um Waffenlieferungen zu stoppen. Details läßt die Resolution jedoch offen. Sie sollen in weiteren Verhandlungen geregelt werden.
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