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■ TurnenHambüchen wehrt sich

Der hessische Landestrainer Wolfgang Hambüchen hat sich zu den schweren Vorwürfen des Vorsitzenden des KTV Wetzlar, Karl- Ludwig Weller (s. taz von gestern), geäußert. Er hätte den Kindern bei Turnübungen keine Schlinge um den Hals gelegt, sondern nur eine Longe benutzt, die „von den Oberschenkeln über den Nacken gezogen“ wurde: „Ich wäre doch irre, wenn ich meine Schützlinge strangulieren würde.“ Das Arbeiten mit der Longe ist ihm nach einem Gutachten schon vor längerem untersagt worden. Schmirgelpapier auf dem Seitpferd habe er nur einmal verwendet, „mehr aus Gag und nicht zwanghaft für die Kinder“. Das von Weller inkriminierte Tape-Band, mit dem TurnerInnen der Kopf bei bestimmten Übungen arretiert wird und das beim Ablösen starke Schmerzen verursacht, habe er, so behauptet Hambüchen, nur einmal vor Jahren bei seinem eigenen Sohn angewendet: „Ich würde das heute nicht mehr tun.“ Werner Mais, der Präsident des hessischen Turnverbandes, wertete die Auseinandersetzung als Privatfehde zwischen den beiden und wunderte sich, daß Weller als früherer hessicher Kunstturnwart und damit Vorgesetzter von Hambüchen damals nichts gegen den Trainer unternommen habe, sondern 1989 vielmehr sogar eine Gehaltserhöhung für ihn beantragt habe.

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