: Trump-Berater Musk zieht sich zurück
US-Präsident Trump hat laut einem Medienbericht mitgeteilt, dass Musk in den kommenden Wochen ausscheiden wird
Der Tech-Milliardär Elon Musk gibt einem Medienbericht zufolge sein Amt als einer der wichtigsten Berater von US-Präsident Donald Trump demnächst auf. Trump habe seinem innersten Beraterkreis mitgeteilt, dass Musk in den kommenden Wochen ausscheiden werde, berichtete das Magazin Politicoam Mittwoch unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Der Tesla-Chef ist unter anderem zuständig für umstrittene Sparmaßnahmen und die Entlassung tausender Mitarbeiter der Bundesbehörden.
Von der US-Regierung war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu bekommen. Die Tesla-Aktie legte deutlich zu. Hatte sie vor dem Politico-Bericht noch mehr als 6 Prozent im Minus gelegen, lag sie am Nachmittag fast 4 Prozent im Plus, bei knapp 380 Dollar. Trump hat den Chef des Elektroautobauers Tesla und SpaceX beauftragt, als Sonderbeauftragter der Regierung für Einsparungen zu sorgen, bis hin zur Auflösung von Behörden. Politicoschrieb, dass sowohl Trump als auch Musk in den letzten Tagen beschlossen haben, dass Musk bald zu seinen Unternehmen zurückkehren werde. Tesla kämpft derzeit mit einem über den Erwartungen liegenden Absatzschwund.
Noch vor einem Monat hatte es in Kreisen des Weißen Hauses geheißen, Trump solle dauerhaft seine Beratertätigkeit ausüben, obwohl er den Status eines „besonderen Bediensteten“ hat – eine befristete Position, für deren Besetzung es keine parlamentarische Zustimmung braucht. Laut Politico könnte Musks Rückzug genau in den Zeitraum fallen, wenn die Frist von 130 Tagen ausläuft, im Mai oder Juni.
Politico berichtete, eine der Quellen habe erklärt, Musk werde wahrscheinlich eine informelle Rolle als Berater behalten und weiterhin gelegentlich im Weißen Haus zu sehen sein. Ein anderer erklärte demnach, wer glaube, Musk werde vollständig aus Trumps Umfeld verschwinden, „täusche sich“. (rtr)
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