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Trotz Dementi: Akzeptiert Farthmann das Ende Rheinhausens?

Düsseldorf (taz) - Der nordrhein–westfälische SPD–Fraktionschef Friedhelm Farthmann hat in einem Schreiben an die Chefredaktion der Frankfurter Rundschau der Zeitung vorgeworfen, seine Äußerungen zu Rheinhausen „verdreht und verfälscht“ zu haben. Er sei darüber „entsetzt“, schrieb Farthmann. Die FR hatte Farthmann mit den Worten zitiert, es sei „völlig sinnlos“, am Stahlstandort Rheinhausen festzuhalten. In seiner Gegendarstellung behauptet Farthmann nun: „Das Gegenteil ist richtig.“ Die wörtliche Mitschrift eines WDR–Interviews mit Farthmann - aus dem das Zitat „völlig sinnlos“ stammt, bestätigt allerdings den FR–Bericht. Auf die Frage: „Hält die SPD immer noch bedingungslos am Erhalt des Standort Rheinhausen fest oder sind auch....“, antwortet Farthmann: „Nein, da wird ja viel auch mit Begriffen jongliert. Festzuhalten am Stahlstandort Rheinhausen ist völlig sinnlos, denn Stahlstandorte sind natürlich nur nach den Kommunalgrenzen bestimmt, wir könnten also nur festhalten und haben festgehalten am Stahlstandort Duisburg, das bringt aber für Rheinhausen gar nichts, weil es in Duisburg noch andere Hüttenwerke gibt... Wann und ob und ob überhaupt... das Krupp–Stahlwerk geschlossen wird, ist eine rein unternehmerische Entscheidung.“ Eine solche Entscheidung, so Farthmann, sei für die SPD aber nur akzeptabel, „wenn Zug um Zug neue Arbeitsplätze eingerichtet werden, das muß die entscheidende Meßlatte sein“. js

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