: Troja Hellersdorf
Ein wenig Orientierung für den irrfahrenden Odysseus mit John Cage
Was das mit den Geisterfahrern auf sich hat? Möglicherweise versteckt sich da nur so eine Trotzhaltung, die sich die Möglichkeit erhalten will, in unserer von Hinweisschildern und Wegbeschreibungen voll gestellten Welt wenigstens ab und dann doch in die Irre zu fahren. Um der Zielorientiertheit den Stachel zu nehmen. Letztlich also teleologischer Zweifel. Aber dann sollen selbst die Irrfahrten wieder kartografiert sein: In seiner aktuellen Konzertperformance hat sich die Lose Combo dafür den Roadmovieklassiker der Odyssee vorgenommen, der allerdings mal entlang des Berliner Stadtplans rekonstruiert wird. Odysseus’ Irrfahrten neu verortet – das sagenhafte Troja liegt inmitten Hellersdorfs, die äolischen Winde säuseln aus den Schornsteinen der Müllverwertungsanlage Marzahn. So ist im Podewil ein Labyrinth aus Schallmauern und Bildschirmen aufgebaut, bei dem jedoch ein echtes Leuchtfeuer für die musikalische Orientierung sorgt. „Four“. In der Streichquartettversion, in der freien Fassung … Von John Cage, dem Schelm und Weisen, der doch selbst bei seiner Arbeit dem irrfahrenden Zufall gern eine Chance gab.
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