piwik no script img

Tote bei Protest in der Elfenbeinküste

Abidjan/Paris (dpa) - Eine Woche nach Beginn der Studentenunruhen in der Elfenbeinküste ist es am Wochenende zu Ausschreitungen und Plünderungen in den Armenvierteln der Hauptstadt Abidjan gekommen. Dabei kamen nach Berichten des französischen Rundfunks vom Sonntag mehrere Menschen ums Leben. Jugendliche griffen Busse und andere staatliche Fahrzeuge mit Steinen an. Die Studenten setzten ihre Streiks und Protestkundgebungen fort. Etwa 100 Studenten, die nach Straßenschlachten mit der Polizei am Freitag in die St.-Paul -Kathedrale geflohen waren, wurden beim Verlassen der Kirche am Samstag von Sicherheitskräften verprügelt und abtransportiert. Ihnen war zuvor freier Abzug zugesichert worden. Die Studenten verlangen ein Mehrparteiensystem und den Rücktritt des seit 30 Jahren regierenden Staatschefs Felix Houphouet-Boigny. Sie kritisieren zudem den luxuriösen Lebensstil führender Politiker inmitten der Wirtschaftsmisere.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen