Mordanschlag: Tödliches Amt
■ Trauerfeier für Verdener Arbeitsamts-Chef
Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, hat gestern Abschied von seinem Kollegen, dem vor einer Woche ermordeten Leiter des Verdener Arbeitsamtes, Klaus Herzberg, genommen. Es gäbe nichts Privateres als den Tod, sagte Jagoda am Dienstag vor rund 100 Trauergästen in einer Kapelle auf dem Verdener Waldfriedhof. Herzberg habe den Tod gefunden, weil er in der Öffentlichkeit stand. „Der Tod hat nicht der Person Klaus Herzberg gegolten, sondern der Institution Arbeitsamt“, sagte Jagoda. Er nannte den Ermordeten einen „Anwalt der Arbeitslosen“. Neben den Trauergästen in der Kapelle erwiesen rund 300 Menschen vor der Kapelle dem Toten die letzte Ehre.
Der 63-Jährige war am vergangenen Dienstag einem Anschlag zum Opfer gefallen. Er starb durch zahlreiche Stiche am Kopf. Der mutmaßliche Täter, ein 46 Jahre alter arbeitsloser Maschinenbau-Ingenieur, stellte sich kurz nach der Tat auf dem Bremer Hauptbahnhof selbst. dpa
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen