piwik no script img

Todesstrafe in den USAFrau in Georgia hingerichtet

Alle Anträge auf Aussetzung der Hinrichtung von Kelly Renee Gissendaner scheiterten. Sie war die erste Frau seit 1945, die nun in Georgia exekutiert wurde.

Protest gegen die Todesstrafe in Jackson, Georgia. Foto: dpa

Atlanta ap | Wegen Mordes an ihrem Ehemann ist die einzige Frau in einer Todeszelle in Georgia hingerichtet worden. Die 47-jährige Kelly Renee Gissendaner wurde am Mittwochmorgen um 00:21 Uhr (Ortszeit) in der Haftanstalt in Jackson für tot erklärt. Sie war die erste Frau seit 1945, die in dem US-Staat exekutiert wurde.

Gissendaner soll 1997 zusammen mit ihrem Liebhaber ein Mordkomplott gegen ihren Ehemann ausgeheckt haben. Der Liebhaber, der das Opfer erstochen haben soll, erhielt keine Todesstrafe, sondern lebenslange Haft. Er könnte ab 2022 eine Freilassung auf Bewährung beantragen.

Kelly Renee Gissendaner. Foto: dpa

Noch am Dienstag hatte der Oberste Gerichtshof der USA drei Anträge auf Aussetzung der Hinrichtung abgelehnt, ebenso verfuhr der Supreme Court in Georgia. Die Strafvollzugskommission lehnte eine Verschonung Gissendaners ebenfalls ab.

Für die Frau setzte sich zuletzt auch der Nuntius des Vatikan in den USA ein, Erzbischof Carlo Maria Vigano. Er bat ihm Namen des Papstes darum, die Strafe umzuwandeln. Papst Franziskus selbst hatte vergangen Woche in einer Rede im Kongress die Abschaffung der Todesstrafe gefordert.

Mit reinem Gewissen wissen

Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • Da die Gesellschaft in keinster Weise auf auch nur irgend eine Art verbessert wird und sie im Gegenteil immer weiter verschlechtert wird ist dies ein reiner Akt der Rache.Wenn man Rache übt will man Krieg führen und nicht Gericht halten.