Thüringer Abhörskandal: Datenschutzbeauftragter wird aktiv
Im Abhörskandal bei der Thüringer Polizei will der Landesbeauftragte für den Datenschutz eigene Untersuchungen anstellen. Ab kommender Woche werde er sich die Situation in den Dienststellen der Landespolizei genau erläutern lassen, kündigte Lutz Hasse am Donnerstag in Erfurt auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) an. Mit welcher Einrichtung er starten werde, ließ er offen. Auf alle Fälle würden ihn Techniker seines Hauses begleiten. Laut jüngst bekanntgewordenen Medienberichten sollen in Dienststellen der Thüringer Polizei seit 1999 Zehntausende von Gesprächen ohne Wissen und Zustimmung der Anrufer und Angerufenen automatisch aufgezeichnet worden sein. Zum Ausmaß des Skandals wollte sich Hasse nicht äußern. Im Moment gebe es sehr viele Gerüchte. Es müsse aber davon ausgegangen werden, dass es in den Polizeidienststellen zu massiven Verstößen gegen den Datenschutz gekommen sei. In seinem Fokus steht insbesondere die Notruf-Technik, für die Ausnahmeregelungen für den Mitschnitt von Gesprächen gelten. (epd)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen