: Thema heute: Krise der Arbeiterbewegung
Rückgänge der Mitgliederzahlen in einigen EG-Ländern um Millionen; rapider Schwund aber auch bei Ost-Gewerkschaften, die bis vor kurzem Synonym für den demokratischen Umbau waren; gleichzeitig ein Anwachsen konkurrierender Organisationen: Die Krise der Arbeiterbewegung, lange Zeit als Teil periodischer Wellenbewegungen interpretiert, läßt sich nicht mehr als nur zeitweilige Erscheinung deuten. Zerfall der alten Klassenschemata, Mischung neuaufsteigender und absinkender Schichten, Bindung ehemals oppositioneller Gruppen an die neuen Regierungen, ideologische Leere nach dem Kollaps des Realsozialismus kennzeichnen die Lage; im sich formierenden Europa, wo eine starke Vertretung der ArbeiterInnen angesichts immer mächtiger werdender Konzerne nötig wäre, herrscht gähnende Leere.
EUROTAZ stellt eine Reihe typischer Fälle gewerkschaftlicher Desorientierung dar sowie neue nationale und internationale Ansätze zur stärkeren Wahrnahme von ArbeiterInneninteressen.
Nur noch 430 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen