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Thema: Hurenkunst

Normalerweise gilt in unserer Gesellschaft, daß Berufe, die viel Geld bringen, gleichzeitig prestigeträchtig sind. Prostituierte bilden da, neben Panzerknackern und ähnlichen zwielichtigen Gestalten, eine Ausnahme. Denn sie arbeiten auf einem Gebiet, das zwar sogar schon von der UNO gewürdigt wurde – das Recht auf Sex ist ein Menschenrecht –, das aber noch immer unter zahlreichen Tabus begraben liegt. Die Sexpertinnen fordern mit ihrem spezifischen Wissen die Verklemmtheiten und Scheinheiligkeiten der ehrbaren Gesellschaft, die gemeinhin als Moral verkauft werden, heraus. In Berlin demnächst sogar öffentlich. Dann werden Huren und Stricher in die Offensive gehen und ihre eigene Sicht der Öffentlichkeit präsentieren. Bilder, Fotografien, Installationen, Performances und Lesungen sollen den roten Samtschleier heben und Ein- wie Ausblicke bescheren.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen