piwik no script img

Teure Belästigung

■ US-Firma zahlt Millionenentschädigung

San Francisco (dpa/AP) – Wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zahlt die US-amerikanische Mineralölgesellschaft Chevron vier ihrer Angestellten die Rekordsumme von 2,2 Millionen Dollar an Entschädigung. Den Löwenanteil von 1,3 Millionen Dollar erhält eine Frau, die in ihrer Betriebspost wiederholt pornographisches Material vorfand. Wie US-Medien am Dienstag berichteten, handelt es sich um die bislang höchste Summe an Schadenersatz, die für ähnliche Verstöße außergerichtlich vereinbart wurde.

Die vier Frauen hatten jahrelang für Chevron in der kalifornischen Stadt San Remo bei San Francisco gearbeitet. Sie waren nach eigenen Angaben immer wieder von Managern und Mitarbeitern durch Bemerkungen, Witze und Grabschereien sexuell belästigt worden. Zudem hatten sie über das Computersystem pornographische Nachrichten oder soger sadistische Darstellungen erhalten, wie ihre Anwältin Kathryn Dickson erklärte.

Sexuelle Belästigung und Diskriminierung sei bei Chevron schon lange ein Problem, sagte Dickson. Der Firma steht demnächst auch eine Klage wegen der Benachteiligung von Frauen bei der Bezahlung und Beförderung ins Haus. Nach Angaben des San Francisco Examiner soll der Prozeß im Oktober beginnen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen