: Tankstelle ohne 'Super‘
Berlin (dpa/taz) — Die Mineralölgesellschaft Minol hat ihre Tankstellen angewiesen, die Tageszeitung 'Super‘ nicht mehr zu verkaufen. Nach Informationen der im Burda-Verlag erscheinenden Zeitung erging eine entsprechende Anweisung an alle Tankstellenbezirksleiter. Der Verlag und die Chefredaktion von 'Super‘ protestierten am Montag „gegen diesen eklatanten Eingriff in die Pressefreiheit“. „Nicht mehr normal? Tankstellen ohne Super!“ titelte das Berliner Schmutzblatt und monierte „Zensur wie bei Honecker“. 'Super‘ hatte nach eigenen Angaben wiederholt kritisch über das Preisgebaren des aus dem ostdeutschen Staatskonzern Minol hervorgegangenen Unternehmens berichtet. Minol will unterdessen an dem Verkaufsverbot festhalten. Geschäftsschädigende Äußerungen wie die 'Super‘-Forderung „Macht Minol zur Minna“ wolle man nicht auch noch vertreiben, äußerte ein Sprecher.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen