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Tankstelle ohne 'Super‘

Berlin (dpa/taz) — Die Mineralölgesellschaft Minol hat ihre Tankstellen angewiesen, die Tageszeitung 'Super‘ nicht mehr zu verkaufen. Nach Informationen der im Burda-Verlag erscheinenden Zeitung erging eine entsprechende Anweisung an alle Tankstellenbezirksleiter. Der Verlag und die Chefredaktion von 'Super‘ protestierten am Montag „gegen diesen eklatanten Eingriff in die Pressefreiheit“. „Nicht mehr normal? Tankstellen ohne Super!“ titelte das Berliner Schmutzblatt und monierte „Zensur wie bei Honecker“. 'Super‘ hatte nach eigenen Angaben wiederholt kritisch über das Preisgebaren des aus dem ostdeutschen Staatskonzern Minol hervorgegangenen Unternehmens berichtet. Minol will unterdessen an dem Verkaufsverbot festhalten. Geschäftsschädigende Äußerungen wie die 'Super‘-Forderung „Macht Minol zur Minna“ wolle man nicht auch noch vertreiben, äußerte ein Sprecher.