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Tag des offenen Zapfhahns

Schwerin/Bonn (AP) – Erstmals werden die Brauerein in diesem Jahr den Jahrestag der ältesten noch geltenden Lebensmittelvorschrift begehen: Vor nunmehr 479 Jahren, am 23. April (Sonntag), erließ der bayerische Herzog Wilhelm IV. das Reinheitsgebot, wonach zur Herstellung von Bier „allain Gersten, Hopffen und Wasser genomen und gepraucht sölle werden“. Für das gute Gelingen des komplizierten Brauvorgangs kam später die Hefe als vierte, auf natürlicher Züchtung beruhende Substanz hinzu. Dem ausschließlichen Gebrauch der vier Grundstoffe fühlt sich die Brauwirtschaft nach wie vor verpflichtet. Sie will dies „unterstreichen“ mit dem „Tag des deutschen Bieres“, an dem die Mehrzahl der bundesweit 1.278 Braustätten mit Verkostungen und Betriebsbesichtigungen für ihre über 5.000 Biersorten werben. Der Bierausstoß betrug 1994 fast 11,9 Milliarden Liter (rund 150 Liter pro Bundesbürger).

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