■ Daumenkino: Surviving the Game
Von ganz anderem Kaliber ist da der neue Film mit dem Rapper Ice-T in der Hauptrolle, der ebenfalls im Wald spielt. In Surviving the Game wird nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen sondern auf olle Ice-T. Der ist in eine dumme Situation geraten: Man hat ihm einen gutbezahlten Job als Jagdführer untergejubelt. Als er merkt, daß er selbst der Gejagte ist, wird es ziemlich brenzlig. Eine Horde von gutsituierten Menschenjägern ist auf Motorrädern hinter ihm her. Aber old T läßt sich natürlich nicht so leicht ins Boxhorn jagen. Die Headhunter haben in ihrer Jagdhütte Dutzende von erlegten Menschenköpfen in Formalin eingelegt, so zu enden hat Ice T verständlicherweise keine Lust. Er fackelt die Hütte ab, klaut den Jägern eine großkalibrige Waffe und erwehrt sich erfolgreich seiner Haut. Ein für die amerikanischen Ghettos parabelhafter Film von Ernest R. Dickerson: Sie bieten dir einmal im Leben einen Job, nachdem du dich vorher nur aus der Mülltonne ernährt hast, und dann wollen sie dich erst recht fertigmachen. Wehre dich deiner Haut, und schieß nur andere tot, wenn es wirklich notwendig ist. Eine geradezu pädagogisch wertvolle Vorgehensweise. Andreas Becker
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