: Sündenböcke
Nairobi (dpa) — Fanatische Moslems haben im westafrikanischen Staat Niger Bordelle und Sexbars zertrümmert und Prostituierte zusammengeschlagen. Sie gaben dem „unmoralischen Verhalten“ und der „unzüchtigen Kleidung“ der Frauen die Schuld an dem Ausbleiben der seit langem erwarteten Regenfälle in dem Land am Südrand der Sahara. Schon vor kurzem hatten religiöse Extremisten Frauen in Miniröcken unter dem Ruf „Allahu akbar“ (Gott ist groß) in aller Öffentlichkeit die Kleider vom Leibe gerissen. Frauen- und Menschenrechtsgruppen protestieren gegen die Überfälle und die Behauptung, für das Wetter verantwortlich zu sein.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen